10 Schritte: Domain Umzug oder den Teil einer Domain korrekt umziehen (mit WordPress Installation)

Du willst deinen WordPress Blog umziehen? Egal ob du deinen Blog / deine Webseite von einer Domain auf eine andere umziehen willst, vielleicht von einem lokalen Server deine WordPress Seite neu hochladen willst, oder nur ein Teil einer Domain z.B. der Blog auf eine andere Webseite umgezogen werden soll. Hier gilt es strukturiert und übersichtlich vorzugehen, um negative Nachwehen auf die Sichtbarkeit, den Traffic etc. vorzubeugen. Hier findest du eine genaue Anleitung wie du vorgehen kannst.

Als allererstes sollte ein genauer Plan erstellt werden, wie vorgegangen wird. Dies am besten mit einem konkreten Zeitplan und ggf. welcher Mitarbeiter/Zuständiger was zu tun hat.
Im Folgenden werden die Schritte erklärt, welche auch empfohlen werden in dieser Reihenfolge durchzuführen:

1. Alte Seite Backup (optional)

Zur Sicherheit empfiehlt es sich, sofern auf der neuen Domain / im neuen Verzeichnis noch eine andere Installation ist, diese vorm entfernen einmal zu sichern. So kannst du im Notfall den Domain Umzug wieder rückgängig machen.

2. WordPress per FTP vom alten/lokalen Server sichern

Du kopierst zunächst deine WordPress Installation vom lokalen Server bzw. von der alten Domain oder einem anderen Verzeichnis per FTP.

3. WordPress per FTP auf neuen Server hochladen

Über FTP (z.B. Filezilla) ziehst du nun deine gesamte WordPress Installation in das Verzeichnis in welchem du gerne den Blog haben möchtest.

4. Wp-config.php anpassen

Als erstes passt du nun die wp-config.php an. Du klickst mit der rechten Maustaste in deinem FTP Programm auf die Datei „wp-config-sample.php“ und dann auf „bearbeiten“. Das Programm läd nun die Datei herunter und öffnet sie. Du speicherst die Datei nun als „wp-config.php“ ab und bearbeitest folgende Details:

define(‘DB_NAME’, ‘Datenbankname’);
define(‘DB_USER’, ‘Datenbankbenutzername’);
define(‘DB_PASSWORD’, ‘Datenbankpasswort’);
define(‘DB_HOST’, ‘Host der Datenbank’);

Datenbankname, Datenbankbenutzername, Datenbankpassword und Host der Datenbank – diese Details bekommt ihr jeweils von eurem Hoster zugeteilt, bzw. erstellt ihr schon bevor ihr die Domain umzieht. Habt ihr die Daten ausgefüllt könnt ihr die Datei ganz einfach wieder in den gleichen Ordner (das Hauptverzeichnis der WordPress Installation) per FTP hochladen.

5. Datenbank sichern / exportieren aus MySQL

Du loggst dich bei deinem Anbieter (dem alten sofern du bei dem Umzug auch den Hoster wechselst) ein (1&1, All-inkl oder sonstiges ein) und gehst in den MySQL Bereich. Hier wird meistens PHPMyAdmin verwendet. Hier kannst du dir deine Datenbank mit der Endung zunächst *.sql exportieren. Wichtig ist, dass du alle Tabellen deine Datenbank beim Exportieren mit überträgst. Du musst darauf achten, dass unter “Exportieren”, “Alle Auswählen” angeklickt wird und so alle Tabellen grau markiert werden. Außerdem machst du beim Punkt “Struktur” noch ein Häkchen bei “Füge DROP TABLE / VIEW / PROCEDURE / FUNCTION / EVENT hinzu”. Nun exportierst du die Datenbank am besten nicht komprimiert. Deine Datenbank ist jetzt im Format *.sql auf deinem Computer gespeichert.


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6. Datenbank anpassen

Jetzt muss deine Datenbank noch angepasst werden. Hierzu öffnest du die .sql-Datei mit einem Texteditor (z.B. Notepad++) und passt die URLs an die neue Domain oder das neue Verzeichnis an. Hierzu drückst du „STRG+H“ und gelangst zu der Suchen-Ersetzen-Funktion. Hiermit tauschst du nun den alten URL-Pfad mit dem neuen aus. Diese aktualisierte .sql-Datenbank-Datei kannst du jetzt im nächsten Schritt in deine neu angelegte Datenbank importieren.

(Zur Info: Die Datenbank lässt sich auch direkt in MySQL anpassen, ich persönlich finde diesen Weg wie hier beschrieben allerdings leichter. Solltet ihr dennoch den anderen Weg bevorzugen findet ihr hier eine Anleitung).

7. Datenbank importieren in MySQL

Du gehst nun in den neuen MySQL Bereich. Klicke auf den Importieren Button und wähle deine eben aktualisierte neue .sql Datenbank aus. Zur Kontrolle: Nach dem Datenbank Import sollte jetzt genau die gleiche Anzahl an Tabellen in deiner Datenbank sein, wie vorher in der Datenbank, die du exportiert hast.

(Beachte: Solltest du den Anbieter wechseln musst du vorher natürlich eine neue Datenbank anlegen und dort die exportierte Datenkbank-Datei in MySQL importieren)

8. Weiteres anpassen

Damit ist euch nun der Umzug eurer WordPress Installation gelungen! Ein paar Kleinigkeiten sollten allerdings am Ende beachtet werden. Wenn ihr die Domain oder das Verzeichnis wechselt empfiehlt es sich Weiterleitungen, sogenannte 301 Redirects, von den alten URLs auf die neuen URLs einzurichten. Dies lässt sich sehr gut über die .htaccess einrichten. Hier findest du eine Anleitung für die Weiterleitungen!

9. Testen

Testet die Seite nun einmal. Sind alle Bilder vorhanden? Führen irgendwelche Links ins Leere? Sind die URLs gleich geblieben? Schaut euch nach einer Zeit auch mal die Google Webmaster Tools Ergebnisse an. Werden euch hier noch Crawling Fehler angezeigt? Wie ergeht es eurem Traffic – dies könnt ihr in Google Analytics prüfen. Usw usw…

10. FERTIG

Glückwunsch! Wenn der Test nun vollkommen positiv ausgefallen ist habt ihr es geschafft!


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4 Gedanken zu „10 Schritte: Domain Umzug oder den Teil einer Domain korrekt umziehen (mit WordPress Installation)

  1. Moritz

    Hallo 🙂 vielen Dank für deine Anleitung.
    Da ich selbst bei meiner ersten WordPress-Installation nicht sehr strukturiert vorgegangen bin, muss ich nun auf das Verzeichnis ändern. Da mein Blog aber schon länger besteht, habe ich große Bedenken, dass meine Rankings bei google stark leiden.

    Wie sind da so deine Erfahrungen? ich würde natürlich mittels Weiterleitung die alten Links auf die neuen weiterverlinken in der .htacess, aber trotzdem dürfte der Traffic wahrscheinich einbrechen oder?

    Beste Grüße Moritz

    Antworten
    1. rhea Artikelautor

      Hi Moritz,

      das sollte bei Google kein großes Problem sein! Solange du sauber alle alten URL auf die neuen weiterleitest, und es dadurch letztendlich mehr Sinn für den User macht ist dies auch in Googles Augen positiv. Ich würde es machen! Wichtig, dass wirklich ALLE URLs zur jeweiligen neuen weitergeleitet werden. Und dann sollte es kein Problem sein.

      LG

      Antworten
  2. BertramL

    Hallo Rhea,

    vielen Dank für diese Anleitung! Sie war bei mir erfolgreich.
    Im Gegensatz zu 2 weiteren Schritt-für-Schritt Anleitungen, die nicht funktioniert haben. Das liegt sicher an mir, aber auch wird von den Verfassern (Experten) oftmals der ein oder andere Schritt vergessen, zu erklären. Als Dummy steht man dann vor dem Aus.
    Z. B. habe ich diese hier probiert:
    http://blogs54.de/blog/2015/02/wordpress-auf-eine-neue-domain-uebertragen-so-gehts-richtig/
    An sich eine schöne Anleitung, hat aber leider nicht geklappt.
    Bei deiner Anleitung finde ich gut, dass auf Plugins/tools verzichtet wurde.
    VG
    Bertram

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